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Yoga Einführung

"Jeder der atmet kann Yoga praktizieren" (T. Krishnamacharya)

Yoga ist für jeden, es ist nicht wichtig wie alt oder jung Sie sind, für wie sportlich oder unsportlich Sie sich halten, ob Sie elastisch sind oder nicht :
Yoga holt jeden einzelnen Menschen an der Stelle ab, an der er gerade steht und gibt somit jedem die Möglichkeit in seinem Rahmen Yoga zu praktizieren.

Das Wort „Yoga“ entstammt der Sanskritwurzel „yuj“, welche literarisch übersetzt „Joch“ bedeutet. Wir finden dieses Wort mit der gleichen Wurzel in vielen alten Sprachen wieder: lat. Jugum, grie. Zygon, gotisch: Juka.
Joch steht für das Werkzeug (normalerweise aus Holz) welches dazu dient, oder besser diente, ein Paar Pferde oder Ochsen zusammenzubinden, um sie zum Ziehen eines Karren oder anderen landwirtschaftlichen Gerätes einzusetzen. Also bedeutetet dieses Wort „zusammenfügen“, „vereinen“.
In der Welt des Yoga wird diese „Vereinigung“ verschieden ausgedrückt und entsprechend den Traditionen und philosophischen Strömungen definiert.
Die am häufigsten benutzte Bedeutung ist die der „Vereinigung von Geist-Körper-Seele“. Aber auch die Vereinigung der individuellen Seele (jivatma) mit der universellen Seele (paramatma) wird genannt.
Meiner Ansicht nach haben sich Körper, Geist und Seele nie getrennt, genauso wie sich Jivatma und Paramatma nie getrennt haben. Wir sind es, die eine beschränkte Wahrnehmung und Auffassung haben, die uns die Dinge getrennt erscheinen lässt. So ist Yoga meiner Ansicht nach nichts, das etwas vereinigt, was schon vereint ist, sondern es arbeitet an den kognitiven Prozessen des Übenden, bis dieser mit Klarheit diese „Einheit“ wahrnehmen kann, die hinter den scheinbaren Bruchstücken steht. Es lässt uns alle potentiellen Möglichkeiten des Individuums benutzen: körperlich, geistig, emotional und spirituell. Im gleichen Maß, wie dieser Prozess wächst, sich weiterentwickelt, werden wir klarer, dass das was wir praktizieren eine Reise in uns selbst, zu uns selbst ist.

Die Vorteile zeigen sich auf jeder Ebene:

Körperlich:
  • bessere Beweglichkeit und Flexibilität, denen eine Entspannung auf der muskulären Ebene folgt
  • mehr Kraft und Widerstandsfähigkeit
  • Atem, Herzschlag, Blutdruck, Kreislauf regulieren sich
  • bessere Koordination in den Bewegungen
  • bessere Haltung
  • mehr Lebendigkeit und Wohlbefinden
Emotional:
  • mehr Ausgeglichenheit und Zentrierung
  • die zwischenmenschlichen Beziehungen werden entspannter
  • Abbau vom emotionalen Konditionierungen
Mental:
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Verminderung von Stress
  • größere Klarheit in Entscheidungen

Wichtig ist noch zu unterstreichen, dass Yoga keiner Religion zugetan ist, was heißt, Yoga respektiert alle Religionen. Yoga respektiert auch diejenigen, die keine Religion haben, die davon nichts hören wollen. Die „Spiritualität“ des Yoga besteht einzig und allein darin, Aspekte zu verstärken, die uns individuell „besser“ machen, einzig eine Entwicklung voranzutreiben, die es uns möglich macht mit uns selbst, unserem Nächsten und der Umwelt in Harmonie zu leben - ein glücklicheres Leben zu führen.

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